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Deutsche Wildtier Stiftung
WaldRapp Artenschutz, Burghausen

Foto: Waldrappteam Conservation and Research, J. Fritz

Nicht nur aufgrund seines auffallenden Äußeren, sondern auch wegen seines Sozial- und Zugverhaltens ist der zu den Ibisvögeln gehörende Waldrapp (Geronticus eremita) ein faszinierender Vogel.

Bis ins 17. Jhd. war der Waldrapp in Europa, auch in Burghausen     (Bayern) heimisch bis er durch starke Bejagung ausgerottet wurde.
Dank der erfolgreichen Wiederansiedelung gibt es in Deutschland wieder zwei Brutgebiete.
Die Jungtiere lernen von den erfahrenen Waldrappen die Zugroute in die Überwinterungsgebiete in Norditalien. Mit Hilfe von Ultraleichtflugzeugen wird versucht, den Jungtieren unter Umgehung der Alpen eine ungefährlichere Zugroute in die Überwinterungsgebiete in Andalusien zu zeigen.
Die ausgewilderten jungen Waldrappe sollen sich in die wildlebenden Populationen integrieren und im Frühjahr den Weg wieder zurück nach Süddeutschland finden.

Zitat Deutsche Wildtier Stiftung:
Der Waldrapp ist vom Aussterben bedroht. Die Annette-Kiefer-Stiftung würde mit dem Ausbau der Brutinfrastruktur der Waldrapp-Kolonie Burghausen zum Artenschutz beitragen.

…. Das Hauptziel der Maßnahme ist, die Bestandsgröße signifikant zu erhöhen, bis die errechnete Mindestgröße für eine selbständig überlebensfähige Population überschritten wird.
Durch die Erneuerung und die Erweiterung der vorhandenen Brutinfrastruktur auf dem Gelände der Burg zu Burghausen sollen die Brutmöglichkeiten der bestehenden Kolonie verbessert werden, so dass mehr Jungvögel schlüpfen, flügge werden und die Kolonie in ihrem Bestand wächst.
Durch den Einbau von Web-kameras in den Brutnischen werden weitere Erkenntnisse über das Brutverhalten und die Lebensweise der Vögel erwartet, um gegebenfalls Maßnahmen anzupassen.

….Der Ausbau der Waldrapp-Population in Burghausen leistet einen unmittelbaren Beitrag dazu, dem Verlust der biologischen Vielfalt entgegenzuwirken, da eine vom Aussterben bedrohte Tierart geschützt und in ihrem Bestand gefördert wird.“

Deutsche Wildtier Stiftung