Deutsche Wildtier Stiftung
Wiesenweihe - Schutz der Brutplätze in Mecklenburg-Vorpommern
Mit unserer Förderung unterstützen wir in 2026 die Maßnahmen zum Schutz der in Mecklenburg-Vorpommern brütenden Wiesenweihe.
Dieses Projekt knüpft an unsere Förderung in 2024 an, bei dem wir ein Forschungsprojekt zu den Rastgebieten der Wiesenweihe in Marokko gefördert haben.
Die Wiesenweihe (Circus pygarus), ein schlanker Greifvogel aus der Familie der Habichte, ist mittlerweile ein seltener Brutvogel in Deutschland (Status „stark gefährdet“).
Die Brutplätze der Wiesenweihe finden sich in großen offenen Feuchtgebieten, in denen das Nest am Boden auf feuchtem bis trockenem Untergrund gebaut wird.
Eiablage und Aufzucht der Jungtiere erfolgt zwischen April und Ende August.
Das Nahrungsspektum reicht über kleine Vögel und Säugetiere bis hin zu Insekten und Reptilien.
Der bis heute anhaltende Verlust von Feuchtgebieten, die zu häufige Mahd der Wiesen und die Monotonie der Landschaft führt zum Lebensraumverlust sowie zum Nahrungsmangel und damit zu der starken Gefährdung der Wiesenweihe.
Aus Mangel an geeignetem Lebensraum weicht die Wiesenweihe zum Brüten auf bewirtschaftetes Grünland und Getreidefelder aus.
Hier fallen die Gelege und die Jungvögel den Erntemaßnahmen zum Opfer und werden getötet.
Außerdem stellen Fressfeinde wie Fuchs, Marder, Wildschwein und Waschbär eine Gefahr für Gelege und Jungtiere dar.
Ebenso sind Windenergieanlagen ein Mortalitätsrisiko.
Als Langstreckenzieher verbringt die Wiesenweihe die Winter in Afrika südlich der Sahara. Hier drohen weitere Gefahren in den Rastgebieten.
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Die Deutsche Wildtier Stiftung setzt sich mit vielen spannenden Projekten für den Schutz unserer heimischen Wildtiere ein. Dazu gehört der Schutz und die Erhaltung wertvoller Lebensräume ebenso dazu wie der Artenschutz, Landkauf zur Sicherung und Weiterentwicklung vorhandener Biotope und Umwandlung monotoner Flächen in naturnahe ökologisch wertvolle Lebensräume.
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Der Bestand der Wiesenweihe in Deutschland gilt als gefährdet. In Mecklenburg-Vorpommern wird von nur noch etwa 25 Brutpaaren ausgegangen und wird als "vom Aussterben bedroht" eingestuft.
Die Deutsche Wildtier Stiftung ergreift schon seit Jahren Maßnahmen, um den Bestand der Wiesenweihe zu schützen und zu vergrößern.
Dazu gehören u.a.:
-- Monitoring als Grundlage für die Bestandssicherung
-- Koordinierung und Vernetzung der ehrenamtlichen Ornithologen
-- Nestersuche und Erfassung der Brutnachweise
-- Errichten von Schutzzäunen um die Neststandorte in Abstimmung mit den Landwirten
Quelle: Deutsche Wildtier Stiftung
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Zitat Deutsche Wildtier Stiftung:
"Grundlage des Schutzprojekts ist und bleibt ein umfassendes und kontinuierliches Monitoring zum Bestand der Wiesenweihe. ... Trotz der in den vergangenen Jahren umgesetzten Schutzmaßnahmen bleibt die Bestandssituation der Wiesenweihe äußerst kritisch. Die Art steht weiterhin durch Veränderungen der natürlichen Lebensräume und den Verlust geeigneter Brutlebensräume unter erheblichem Druck.
... Vor diesem Hintergrund ist die Fortführung und Verstetigung der bestehenden Schutzmaßnahmen aus naturschutzfachlicher Sicht dringend erforderlich, um Brutverluste zu reduzieren und die verbliebenen Vorkommen zu sichern."
